Schlagwort

Schadet die Laserhaarentfernung den Lymphknoten in der Achselhöhle?

Schadet die Laserhaarentfernung den Lymphknoten in der Achselhöhle?
Epilationslaser wirken gezielt an den Haarfollikeln in der Haut und nicht an den tiefer liegenden Lymphknoten.

Schadet die Laserhaarentfernung den Lymphknoten in der Achselhöhle?
Nein, eine fachgerecht durchgeführte Laserhaarentfernung schädigt die axillären Lymphknoten nicht.
Die Laserenergie richtet sich auf das Melanin der Haare und entfaltet ihre thermische Wirkung an den Haarfollikeln in der Haut.
Die tiefer im Fettgewebe der Achselhöhle liegenden Lymphknoten gehören nicht zum Behandlungsziel.

Kurz gesagt:
Der Epilationslaser behandelt Haarfollikel und keine inneren Organe oder Lymphknoten.
Seine kontrollierte Wärmewirkung konzentriert sich auf pigmentierte Haare und deren Follikel.
Bei gesunden Personen besteht deshalb durch eine korrekt durchgeführte Achselbehandlung keine Gefahr für die Lymphknoten.
Besondere Vorsicht ist jedoch bei einem bestehenden Lymphödem, nach einer Lymphknotenentfernung oder bei akuten Entzündungen erforderlich.

Wie wirkt der Laser bei der Achselhaarentfernung?

Epilationslaser arbeiten nach dem Prinzip der selektiven Photothermolyse.
Das Melanin im Haar nimmt das Laserlicht auf und wandelt es in Wärme um.
Diese Wärme wird zum Haarfollikel geleitet und schädigt dort die Strukturen, die für die Bildung eines neuen Haares verantwortlich sind.

Die Einstellungen werden so gewählt, dass eine wirksame Erwärmung des Haarfollikels erreicht wird, während das umliegende Gewebe möglichst geschont bleibt.
Eine geeignete Hautkühlung schützt zusätzlich die Hautoberfläche.

Die Lymphknoten enthalten nicht das pigmentierte Haar, auf das der Epilationslaser ausgerichtet ist.
Sie sind deshalb weder Zielstruktur noch Bestandteil der kosmetischen Behandlung.

Wo liegen die Lymphknoten in der Achselhöhle?

Die axillären Lymphknoten befinden sich im Fettgewebe der Achselhöhle.
Sie bilden mehrere anatomische Gruppen und filtern unter anderem die Lymphflüssigkeit aus Arm, Brust und Teilen der Rumpfwand.

Haarfollikel liegen dagegen in der Haut.
Die für die Haarentfernung relevante Laserwirkung wird auf diese oberflächlichen Hautstrukturen konzentriert.
Eine Achselbehandlung ist daher keine Behandlung der tieferen anatomischen Strukturen der Achselhöhle.

Kann die Wärme des Lasers bis zu den Lymphknoten gelangen?

Bei einer sachgerechten Laserhaarentfernung ist keine schädigende Erwärmung der Lymphknoten zu erwarten.
Das Licht wird in der Haut und besonders vom Melanin des Haares aufgenommen.
Die daraus entstehende Wärme konzentriert sich räumlich und zeitlich auf den behandelten Haarfollikel.

Die Laserparameter wie Wellenlänge, Energiedichte, Impulsdauer und Spotgröße werden auf Hautfarbe und Haarstruktur abgestimmt.
Dadurch soll der Haarfollikel wirksam behandelt werden, ohne unnötig viel Wärme an das umliegende Gewebe abzugeben.

Handelt es sich bei einem Epilationslaser um radioaktive Strahlung?

Nein, Laserlicht ist keine radioaktive oder ionisierende Strahlung.
Es unterscheidet sich grundlegend von Röntgenstrahlen und radioaktiver Strahlung.
Epilationslaser erzeugen gebündeltes sichtbares oder infrarotes Licht.

Die Behandlung hinterlässt keine Strahlung im Körper.
Es entsteht auch keine sich mit jeder Sitzung ansammelnde Strahlendosis wie bei Untersuchungen oder Therapien mit ionisierender Strahlung.

Welche Reaktionen können nach einer Achselbehandlung auftreten?

Nach der Behandlung können vorübergehend leichte Rötungen oder kleine Schwellungen um die Haarfollikel entstehen.
Diese sogenannte perifollikuläre Reaktion zeigt, dass das pigmentierte Haar Laserenergie aufgenommen hat.
Sie klingt normalerweise innerhalb kurzer Zeit wieder ab.

Zu den möglichen lokalen Nebenwirkungen gehören:

  • vorübergehende Rötung und Wärmegefühl
  • leichte Schwellung um die Haarfollikel
  • kurzzeitige Empfindlichkeit der Haut
  • selten Blasen, Krusten oder Verbrennungen
  • vorübergehende Aufhellung oder Verdunkelung der Haut
  • selten Narben oder eine örtliche Infektion

Diese Reaktionen betreffen die behandelte Haut.
Sie sind nicht mit einer Schädigung der axillären Lymphknoten gleichzusetzen.
Das Risiko lässt sich durch die richtige Laserwahl, angepasste Einstellungen und eine wirksame Kühlung deutlich reduzieren.

Kann der Laser eine Lymphknotenschwellung verursachen?

Eine Lymphknotenschwellung gehört nicht zu den typischen Nebenwirkungen der Laserhaarentfernung.
Tastbare oder schmerzhafte Knoten in der Achsel können unterschiedliche Ursachen haben.
Dazu gehören beispielsweise Infektionen, entzündete Haarfollikel, Abszesse, Zysten oder reaktiv vergrößerte Lymphknoten.

Eine ungewöhnliche Schwellung sollte nicht automatisch dem Laser zugeschrieben werden.
Wenn ein Knoten neu auftritt, größer wird, stark schmerzt oder über längere Zeit bestehen bleibt, sollte er ärztlich untersucht werden.

Darf man über einem tastbaren Knoten lasern?

Ein neu aufgetretener oder unklarer Knoten sollte vor der Behandlung abgeklärt werden.
Das gilt besonders bei Schmerzen, Rötung, Überwärmung, Fieber oder einer zunehmenden Schwellung.

Solange die Ursache nicht bekannt ist, sollte die betreffende Stelle ausgespart und die Achselbehandlung gegebenenfalls verschoben werden.
Der Epilationslaser dient weder zur Diagnose noch zur Behandlung von Lymphknoten, Abszessen oder anderen Knoten.

Was gilt bei entzündeten Haarfollikeln oder Hidradenitis suppurativa?

Einzelne oberflächliche Rasierpickel schließen eine Behandlung nicht grundsätzlich aus.
Bei einer stärkeren akuten Entzündung, offenen Hautstellen, nässenden Läsionen oder Abszessen sollte jedoch nicht direkt über das betroffene Gewebe gelasert werden.

Wiederkehrende schmerzhafte Knoten und Abszesse in den Achselhöhlen können auf eine Hidradenitis suppurativa hinweisen.
In diesem Fall ist eine dermatologische Untersuchung sinnvoll.
Eine medizinisch geplante Laserbehandlung kann bei dieser Erkrankung in bestimmten Situationen eingesetzt werden, muss aber von einer normalen kosmetischen Haarentfernung unterschieden werden.

Was gilt nach einer Brustkrebsoperation oder Lymphknotenentfernung?

Wurden im Rahmen einer Brustkrebsbehandlung Lymphknoten entfernt oder bestrahlt, kann das Risiko für ein Lymphödem im betroffenen Arm erhöht sein.
Das bedeutet nicht, dass der Epilationslaser die verbliebenen Lymphknoten direkt schädigen würde.

In einem lymphödemgefährdeten Gebiet sollte jedoch jede vermeidbare Hautverletzung sorgfältig verhindert werden.
Verbrennungen, offene Stellen oder Infektionen können die Haut belasten und bei einem bereits beeinträchtigten Lymphabfluss problematischer sein.

Vor einer Laserhaarentfernung sollte deshalb eine individuelle Freigabe durch die behandelnde Ärztin, den behandelnden Arzt oder eine Lymphödem-Fachkraft eingeholt werden, wenn:

  • axilläre Lymphknoten entfernt wurden
  • die Achselhöhle oder Brustregion bestrahlt wurde
  • bereits ein Lymphödem besteht
  • der Arm oder die Achsel wiederholt anschwillt
  • in der Region häufig Hautinfektionen auftreten
  • eine aktive Krebsbehandlung durchgeführt wird

Darf bei einem bestehenden Lymphödem gelasert werden?

Ein bestehendes Lymphödem erfordert eine individuelle medizinische Beurteilung.
Das Hauptproblem ist nicht, dass der Laser bis zum Lymphknoten vordringt.
Entscheidend ist vielmehr, dass die Hautbarriere in einem lymphödemgefährdeten Gebiet möglichst nicht verletzt wird.

Fachinformationen zur Lymphödempflege empfehlen deshalb besondere Vorsicht bei allen Methoden der Haarentfernung.
Ob eine Laserbehandlung im individuellen Fall vertretbar ist, sollte mit der behandelnden Fachkraft besprochen werden.

Welche Lasersysteme werden für die Achselhöhle eingesetzt?

Die geeignete Wellenlänge hängt insbesondere von Hautfarbe, Bräunung und Haarstruktur ab.
Für die Achselhaarentfernung kommen unter anderem folgende Systeme infrage:

  • Alexandritlaser mit 755 Nanometern:
    Er eignet sich besonders für helle Haut und dunkle, pigmentierte Haare.
  • Diodenlaser:
    Er kann bei verschiedenen Haut- und Haarprofilen eingesetzt werden.
  • Nd:YAG-Laser mit 1.064 Nanometern:
    Er bietet insbesondere bei dunkleren Hauttypen wichtige Sicherheitsvorteile.

Die verschiedenen Wellenlängen verändern nicht das Behandlungsziel.
Alle genannten Epilationslaser sollen das pigmentierte Haar und den dazugehörigen Follikel behandeln, nicht die Lymphknoten der Achselhöhle.

Wie wird die Achselbehandlung sicher durchgeführt?

Vor der ersten Sitzung werden Hautfarbe, Haarstruktur, Bräunung, Medikamente und der Zustand der Achselhaut beurteilt.
Anschließend wird ein geeignetes Lasersystem ausgewählt und die Energie individuell eingestellt.

Für eine sichere Anwendung sind außerdem folgende Punkte wichtig:

  • keine Behandlung über offenen oder akut entzündeten Hautstellen
  • Auswahl der Wellenlänge passend zum Hauttyp
  • individuelle Einstellung von Energie und Impulsdauer
  • wirksame Kühlung der Hautoberfläche
  • Verzicht auf intensive Sonnen- und Solariumbestrahlung
  • Mitteilung relevanter Erkrankungen, Medikamente und vorausgegangener Operationen

Fazit

Schadet die Laserhaarentfernung den Lymphknoten in der Achselhöhle?
Nein, bei einer fachgerechten Anwendung richtet sich die Laserenergie auf die Haarfollikel in der Haut.
Die tiefer im Achselgewebe liegenden Lymphknoten sind weder Zielstruktur noch Behandlungsbereich des Epilationslasers.

Vorübergehende Hautrötungen oder kleine Schwellungen um die Haarfollikel können nach einer Sitzung auftreten.
Sie bedeuten jedoch keine Schädigung des Lymphsystems.

Bei einem bestehenden Lymphödem, nach Entfernung oder Bestrahlung axillärer Lymphknoten sowie bei unklaren Knoten und akuten Entzündungen ist vor der Behandlung eine medizinische Beurteilung notwendig.

Weitere Informationen zu Technologien, Ablauf und individueller Laserauswahl finden Sie auf unserer Seite zur
Laser-Haarentfernung in München.

Weiterführende Informationen